Katastrophe in Tibet
Generationen sind gekommen und gegangen (tief unter Staub Spinnweben fand ich dann die Website, zu meiner Überraschung tatsächlich noch online) bis ich mich wieder an meinen Indien-Blog erinnern mußte….ja mußte. Die Umstände die dazu geführt haben sind leider leider leider alles andere als glücklich. Die katastrophalen Zustände in Tibet haben mich gedanklich wieder nahe an mein zweites Zuhause gerückt. Was für Zustände??? Gute Frage, nachdem ja an Informationen nicht viel rausdringt aus Tibet. Daß die Chinesen nicht gerade zimperlich mit den Tibetern umgehen, davon gehe ich in jedem Fall aus.
Was soll man dazu schon sagen?? Das Problem ist nicht neu und daß das Jahr der olympischen Spiele dazu genutzt werden könnte, auf Probleme aufmerksam zu machen, war vorauszusehen. Speziell die Provinz Xinjiang lag dabei im Verdacht, ein Unruheherd zu werden. Demzufolge haben wohl die chinesischen Sicherheitsbehörden in dieser Provinz Präsenz und Kontrollen verstärkt. Daß jetzt in Tibet die Menschen auf die Straße gehen schafft eine ungemeine Solidarität zwischen den Provinzen.
Doch warum sollte ausgerechnet das Jahr der olympischen Spiele die Zustände ändern?? China ist ein Riese, der gerade am erwachen ist. Noch nicht mal in den Kinderschuhen, geschweige denn aus diesen heraus, hat China inzwischen bereits den Platz der Weltmacht Nummer eins inne. Es hat sich in seiner Politik in vergangenen Jahrzehnten nicht beirren lassen, wohl kaum davon auszugehen, daß sich China mit zunehmender Bedeutung und Macht in der Welt künftig dahingehend etwas sagen lassen wird. An dem bevölkerungsreichsten Land der Erde kommt in Zukunft wohl keiner mehr vorbei….außer vielleicht Indien ;o)))
Die olympischen Spiele boykottieren? Ob das wirklich hilft ist die Frage….konsequent wie ich bin wär ich dann doch für den Boykott. Man muß jedoch akzeptieren, daß man das nicht von jedem verlangen kann….z. B. von Sportlern, die für die nächsten olympischen Spiele zu alt wären oder Nationen, die sich ihren ganzen Wirtschaftskrimskrams mit China nicht verderben wollen. Vielleicht, ja vielleicht, gibt es sogar ja jene armen, im Geiste Verwirrt- und Verirrten, die am Ende noch gutheißen was da geschieht. Wie auch immer….wäre ich Sportler würd ich glaub nicht hingehen??!! So genau läßt sich das ja nicht sagen, man wär ja dann doch ein Anderer…aber eines weiß ich sicher….zusehen werd ich bei den olympischen Spielen auf keinen Fall…mein eigener kleiner Olympiaboykott….und da es wahrscheinlich ja auch kein Mensch registriert hätte, ob ich da zusehe oder nicht, hab ich es hiermit zumindest mal geäußert. Die Frage bleibt, ob es hier jemand registriert und ob das dann diesen Jemand überhaupt interessiert.
Dann werd ich aber auch noch meine volle Geltung als Konsument, als Verbraucher, als Grundlage des Wirtschaftskreislaufes mit meinem ganzen Gewicht in die Wagschale werfen und tatsächlich alle Produkte der Sponsoren der olympischen Spiele ignorieren. Dumm nur, daß ich nicht einmal weiß, wer die Sponsoren der olympischen Spiele sind….egal….so wie damals mit Brent Spar und dem Esso-Boykott mein ich. Die werden sich umsehen wenn ich von denen nix mehr abkauf!! Aber deswegen bleibt China wohl dennoch seiner Linie treu, weiß nicht ob die Chinesen vom Untergang des Colakonzerns oder Macmampf oder wem auch immer beeindruckt sind…und ich bleib trotzdem konsequent und schau dem olympischen Trubel nicht zu…hab vor, keine Artikel in der Zeitung darüber zu lesen und wenn in den Nachrichten der Medallienspiegel kommt, dann werd ich solange umschalten…die sollen mich mal kennenlernen…
Das sportliche Highlight in diesem Jahr wird sowieso die Fußball-Europameisterschaft….und die kann man ohne live, ohne Zeitverschiebung und vor allem politisch korrekt genießen!!! ;o))
!! Free Tibet !!
!! Free Tibet !!
!! Free Tibet !!
….und wenn ichs noch zehnmal schreiben muß:
!! Free Tibet !!
!! Free Tibet !!
!! Free Tibet !!
…obs wohl hilft??

[...] Vom Weltpolitischen nun wieder in die Ebenen der Realität….wenn ich also schon die Sponsoren der olympischen Spiele mit einem Kaufboykott belege, müßte eigentlich Kohle übrig bleiben…die könnte man doch eigentlich sinnlos auf dem Flohmarkt in Anjuna verprassen…:o) [...]
Pingback von Auf dem Weg zum Fleemarket in Anjuna - Mampfis Indien Blog - Reiseberichte etc. — 28. März 2008 @ 00:15