In Hampi am Bazar sind wir dann erst mal auf eine Herde Ziegen gestoßen
Lauter kleine Ziegen, alle aneinander gebunden, haben uns dann am Hampi Bazar erwartet. Am Morgen waren die Temperaturen noch durchaus erträglich. Als jedoch die Sonne später höher am Himmel stand und die Temperaturen die 40 Grad Grenze durchbrachen, waren die kleinen Ziegen alle zusammen im Schatten des Baumes zusammen gedrängt. Bäume und somit Schatten sind in Hampi übrigens Mangelware…

Wegen fehlender Bäume mangelt es in Hampi somit auch am Rohstoff Holz. Und dennoch entstand in dieser Gegend im 14. Jahrhundert ein erstaunlich hoch entwickeltes Königreich. Dieses hinduistische Königreich Namens Vijayanagara hielt sich bis zum Beginn des Jahres 1565, in dem die Niederlage gegen die Dekkan Sultanate der Untergang des Vijayanagara-Reiches besiegelt wurde. Alle Bauten, die riesigen Palast- und Tempelanlagen wurden aus den Steinen der Umgebung gefertigt. Die Hauptstadt des Vijayanagara-Reiches beeindruckte durch ihre Größe und die prachtvollen Bauten. Auch Besucher aus dem portugiesisch bestezten Goa waren überrascht aufgrund der Bauten, der Größe der unterhaltenen Armee sowie deren Durchschlagskraft. Kriegselefanten und modernes Kriegsgerät wie z.B. Feuerwaffen versetzten zu der damaligen Zeit Freund wie Feind in Erstaunen.
Zur Blütezeit des Vijayanagara-Reiches zählte man in der Armee ca. 35000 berittene Krieger.
In Vijayanagara wurde alles aus den in der Umgebung befindlichen Felsen gefertigt, auch Räder, Achsen und auch ganze Wagen aus Stein, die von Elefanten gezogen wurden. Einer dieser steinernen Wagen ist noch heute im Vittala Tempel, Hampis Weltkulturerbe der UNESCO, zu bewundern.

